Liebe Kunden,

wir heißen Sie herzlich willkommen auf unseren Webseiten. Hier erfahren Sie etwas über die Geschichte der Straße Na Struze (Am Graben). Diese Straße befindet sich in der Nähe des Nationaltheaters und verbindet das Masaryk-Ufer mit den Straßen Ostrovní, Pštrossová, Vojtěšská und V jirchářích.

Durch Benennung des Terrains an der Moldau, das an diesen Stellen einen Ausläufer, einen sogenannten tiefen Graben bildete, entstand der Straßenname Na Struze. Bereits im 14. Jahrhundert wurde diese Moldaubucht „Graben“ genannt. Am natürlichen Moldauufer standen früher Kalk- und Ziegelbrennöfen. Dort gab es Gerber und Färber. Außerdem befand sich dort eine Wäscherei. In dieser Straße stand auch die Kirche St. Peter. Die Kirche wurde zum ersten Mal 1379 urkundlich erwähnt, auch wenn sie der Legende nach vom Heiligen Wenzel selbst erbaut wurde. Während der Hussitenkriege wurde sie stark beschädigt und anschließend entweiht. Laut erhaltener Quellen wurde die Kirche im 17. Jahrhundert restauriert und verschwand dann wieder. Weitere Quellen geben an, dass dort 1865 das berühmte Restaurant U Zpvěváčků (Bei den Sängern) errichtet wurde, das zu den ältesten Restaurants in Prag zählt und ununterbrochen betrieben wurde.

Der ursprüngliche Straßenname lautete Lázeňská (Badstraße) und entstand wegen der Neuen Kurbäder, die in einem Haus mit Turm untergebracht waren, das dort bis zur Assanierung 1903 stand. In diesem Gebäude war auch eine Puder- und Schminkefabrik. Der heutige Name Na Struze wird seit Mitte des 19. Jahrhunderts verwendet.

Zwei architektonisch äußerst interessante Jugendstileckhäuser, von denen eines derzeit das Goethe-Institut beherbergt, beherrschen die Einmündung der Straße Na Struze vom Masaryk-Ufer aus. Die Straße Na Struze gehört zum Kulturerbe der Hauptstadt Prag.